Zahn gezogen

13. November 2025

Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach?

Als Spezialist international zu arbeiten und zwischen seinen Unternehmensstandorten hin und her zu jetten ist eine schicke Sache, kann aber selbst die Erfolgreichsten der Branche – in diesem Fall ein Zahnarzt kurz vor dem Ruhestand – nicht davor bewahren, in Schwierigkeiten zu geraten.

 

Unser Zahnarzt, ein sportlicher Mitsechziger, plante seine Zukunft mit dem Ziel, seine Praxen, die sich in erstklassigen Lagen wie St. Moritz, Kitzbühel, Marbella und Mallorca befanden, schnellstmöglich zu übergeben und seinen Lebensabend auf den Seychellen zu verbringen.


Die Entscheidung, sich mit uns in Marbella zu einem Gespräch zu treffen, war von unserem Zahnarzt strategisch gewählt. Denn während wir uns in einem mondänen Restaurant entspannten und über die Herausforderungen der Haftungsfragen innerhalb der EU diskutierten, ahnten wir nichts von den immensen finanziellen Belastungen, unter denen er tatsächlich stand. Es stellte sich heraus, dass erhebliche Steuerschulden in Österreich, der Schweiz und Spanien abzulösen waren.

 

Der ermittelte Betrag, den die Finanzbehörden als Forderung stellten, hätten gut 80% seiner finanziellen Mittel aufgezehrt.

 

Trotz unserer eindringlichen Warnungen entschloss sich unser Zahnarzt jedoch, die Steuerschulden nicht zu begleichen. Stattdessen plante er, die eingehenden Ablösungen direkt auf die Seychellen zu überweisen, was nicht nur riskant, sondern auch rechtlich fragwürdig war. Diese Entscheidung sollte sich als fatal erweisen.

 

Sein letzter Ausflug nach Hurghada am Roten Meer, der ursprünglich zur Erholung gedacht war, verwandelte sich rasch in einen Albtraum. Während dieser Reise wurden alle seine Praxen EU-weit verplombt, und er sah sich einer internationalen Steueranzeige gegenüber. 


Wäre er seinen Verpflichtungen nachgekommen und hätte die Steuern beglichen, hätte er mit 2 Millionen Euro in den wohlverdienten Ruhestand gehen können. Doch nun schien ihm nicht nur die Aussicht auf eine außergerichtliche Einigung mit den europäischen Finanzämtern verwehrt, sondern auch seine Freiheit.

 

Diese Geschichte verdeutlicht anschaulich, dass Gier und das Streben nach schnellem Gewinn oft in Tragödien enden können. Manchmal ist der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach – ein weiser Spruch, der in diesem Zusammenhang mehr denn je gilt.

In Anbetracht der Konsequenzen, die unser Zahnarzt aufgrund seiner Entscheidungen erleiden musste, wird deutlich, dass man die Risiken des schnellen Geldes nicht unterschätzen sollte.


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